Monday, May 11, 2015

Castro: BVB möchte Ablöse drücken

Heute in zwei Wochen - also am 25. Mai - läuft die Frist ab. Dann müssen sich die Interessenten für Gonzalo Castro (27) erklären, ob sie bereit sind, die im Vertrag fixierte Ablöse von 11 Millionen Euro ein Jahr vor dem regulären Ende der Laufzeit zahlen zu wollen. Als Top-Favorit auf Castros Dienste gilt nach wie vor Borussia Dortmund. Die Westfalen sind aber noch nicht bereit, diese Ablöse zu begleichen. Im Gegenzug weigern sich die Leverkusener, von ihrer Forderung abzugehen. Festgeschriebene Ablösesummen seien dazu da, gezahlt zu werden, heißt es aus dem Klub, der nicht daran denkt, diese Position zu verlassen und im Gegenzug dem Spieler ein neues, verbessertes Angebot unterbreitete. Wenn sich also kein Interessent findet, der die volle Ablöse zahlt, wird Castro mindestens sein letztes Vertragsjahr in Leverkusen ableisten. Dort sind sie felsenfest davon überzeugt, dass der Deutsch-Spanier - seit der D-Jugend für Bayer aktiv - weiterhin vollen Einsatz bringt und keine Anstalten machen wird, mit weniger Engagement einen Wechsel zu forcieren. Trainer Roger Schmidt: "Ich gehe davon aus, dass er in der kommenden Saison in Leverkusen spielt."
Ohne Castro verpuffte alle Aggressivität Wie sehr Bayer ihn gebrauchen kann, zeigte sich am Samstag in Mönchengladbach einmal mehr. Mit dem am Knie verletzten Castro (der schon bald in individuelles Training zurückkehren will) fehlte die Spielidee, alle Aggressivität verpuffte, weil keiner der Kollegen in der Lage war, den Ball im richtigen Moment in die richtige Richtung zu spielen. Angesichts der Tatsache, dass Spieler wie er rar gesät sind und auf dem Transfermarkt im annähernd zweistelligen Millionenbereich gehandelt werden, ist selbst das Risiko, ihn im kommenden Jahr ablösefrei zu verlieren, kalkulierbar. Weil beispielsweise ein Spieler wie Hakan Calhanoglu an der Seite des Routiniers den Sprung machen kann, der ihn mittelfristig dessen Rolle übernehmen lässt. Noch ist der Türke lange nicht so weit. Ob Castro nächste Saison bei Bayer 04 spielt, ist offen. Stefan Reinartz (26) wird die Werkself hingegen definitiv verlassen. Eine Entscheidung wohin, ist aber noch nicht gefallen. Aktuell gelten Schalke, Frankfurt und der 1. FC Köln als die wahrscheinlichsten Optionen für den ablösefreien defensiven Mittelfeldspieler, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

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