Monday, May 11, 2015
Pokalfinale: Watzke und Allofs sehen keinen Favoriten
Die Verantwortlichen der Kontrahenten um den DFB-Pokal sehen beide Mannschaften auf einem gleichen Niveau. Benaglio will den Pokal zum ersten Mal nach Wolfsburg holen.
Einigkeit unter Rivalen: 19 Tage vor dem Pokalfinale am 30. Mai in Berlin sahen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund) und Manager Klaus Allofs (VfL Wolfsburg) beide Klubs auf Augenhöhe, die Favoritenrolle wollten Watzke und Allofs weder übernehmen noch abgeben.
"Wenn zwei Teams auf diesem Niveau gegeneinander spielen, hängt es von Zufälligkeiten ab. Es wird eine ganz enge Sache", sagte Watzke. "In meinen Augen ist das ein typischen 50:50-Spiel", sagte Allofs im Roten Rathaus bei der traditionellen Übergabe des DFB-Pokals an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller.
Der BVB sieht in dem Spiel den richtigen Rahmen, sich von Trainer Jürgen Klopp würdig zu verabschieden. "Wir wollen auch für ihn gewinnen", sagte Nuri Sahin. Der Mittelfeldspieler wird allerdings wegen einer Adduktoren-Verletzung fehlen. "Für Wolfsburg wäre es der erste Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. Deshalb wollen wir gewinnen", meinte Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio.
Für die Verantwortlichen beider Klubs hat das Finale keinen Einfluss auf die Liga-Partie am Samstag in Wolfsburg (15.30 Uhr im LIVE-TICKER). "Das Pokalfinale ist eine andere Geschichte. Für beide Teams geht es am Samstag um wichtige Punkte", meinte Watzke. "Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Die Ausgangslage beider Spiele ist völlig verschieden", sagte Allofs.
Erstmals kommt beim 30. Berliner Finale seit 1985 die Torlinientechnik im deutschen Fußball zum Einsatz.
Klaus Allofs (r.) gewann als Spieler vier Mal den DFB-Pokal
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